Welche Datenklassifizierung verwendet amaise?
amaise klassifiziert alle Daten in drei Stufen mit zunehmend strengeren Schutzmassnahmen. Jede Stufe hat einen Code (C1, C2, C3), der in unseren Architekturdiagrammen verwendet wird, und einen semantischen Namen, der in Richtlinien und in der Kundenkommunikation verwendet wird. Beide bezeichnen dieselbe Stufe.
C3 — Sensibel (streng vertraulich) — deine hochgeladenen Dokumente und alle daraus abgeleiteten dauerhaften Inhalte: OCR-verarbeitete PDFs, Thumbnails, extrahierter Volltext, KI-Zusammenfassungen, strukturierte Extraktionen, Diagnosen, KI-Antworten, Chat und das Fallnotizbuch, zusammen mit dem darauf aufbauenden Volltext-Suchindex und den Backups. Deine Dokumente und ihre Dateispeicher-Artefakte werden mit einem dedizierten mandantenspezifischen Schlüssel verschlüsselt, der Crypto-Shredding ermöglicht: Wird der Schlüssel deaktiviert, sind die Dokumente dieses Mandanten dauerhaft nicht mehr wiederherstellbar. Alle C3-Daten sind strikt mandantengetrennt und im Ruhezustand mit AES-256 verschlüsselt.
C2 — Vertraulich — das Fall- und Dokumentinventar (welche Fälle und Dokumente existieren), interne Kennungen und Zuordnungen, der Audit-Trail, Ereignisse von Integrations-Agents sowie kurzlebige abgeleitete Daten (KI-Antwortkontext und temporäre Exporte). Diese Stufe umfasst zudem deine Zugangsdaten und SSO-Zuordnungen (verwaltet durch unseren Identity Provider) sowie unsere Infrastruktur-Geheimnisse. Verschlüsselt im Ruhezustand gespeichert, zugriffskontrolliert, niemals im Klartext protokolliert und planmässig rotiert.
C1 — Operativ (intern) — Nutzungsanalysen, LLM-Token-Metriken, Fehlerberichte, Anwendungslogs, Betriebs-Cache und Verfügbarkeitsdaten. Diese enthalten keine Kundendokumentinhalte, werden von personenbezogenen Daten bereinigt und unterliegen definierten Aufbewahrungsfristen.
Eingabedaten und daraus abgeleitete Artefakte erben die Stufe ihrer Quelle — beispielsweise wird OCR-Output aus einem Kunden-PDF als C3 / Sensibel behandelt. Die Stufenzuordnung und die Speicherzuordnung sind in unserer internen Sicherheitsarchitektur dokumentiert und werden im Rahmen des ISO-27001-/SOC-2-Audit-Zyklus überprüft.