Werden Kundendaten zum Trainieren von KI-Modellen verwendet?
Standardmässig nein — deine Dokumente und Falldaten werden nicht zum Trainieren, Feintuning oder Verbessern von KI-Modellen verwendet, weder von amaise noch von einem Unterauftragsverarbeiter. Nur wenn du dich im Rahmen einer separaten vertraglichen Vereinbarung ausdrücklich dafür entscheidest, dürfen deine Daten zum Trainieren oder Verbessern der Modelle von amaise verwendet werden — nachdem personenbezogene Daten entfernt (de-identifiziert) wurden — und diese Modellverbesserungen können auch anderen Kund:innen zugutekommen.
Dies gilt für amaise und alle Unterauftragsverarbeiter gleichermassen:
Azure OpenAI (Microsoft): Vertraglich untersagt, Kundendaten für Modelltraining oder -verbesserung zu verwenden — geregelt im Microsoft Online Services DPA.
Weitere KI-Dienste: Für die Verarbeitung eingereichte Daten werden nicht von den Anbietern aufbewahrt und nicht für Training verwendet.
amaise proprietäre Modelle: amaise betreibt eigene, spezialisierte Modelle, die standardmässig nicht mit Kundendaten trainiert werden.
Diese Garantie ist im Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) dokumentiert, der mit jedem Kunden unterzeichnet wird.
Evaluationsdatensätze: Um die Qualität der Dokumentverarbeitung zu testen und zu messen, kann amaise aus Kundendokumenten erstellte Evaluationsdatensätze aufbewahren. Das ist optional: Ein solcher Datensatz wird nur aufbewahrt, wenn deine Organisation im Vertrag mit amaise zugestimmt hat (Opt-in), und sie kann ihre Zustimmung jederzeit widerrufen (Opt-out). Nach einem Widerruf entnimmt amaise keine neuen Daten deiner Organisation mehr für Evaluationsdatensätze; bereits geprüfte und geschwärzte Datensätze werden weiter aufbewahrt, und Kopien mit noch nicht abgeschlossener Aufbereitung werden gelöscht.
Nicht Teil der vertraglichen Verarbeitung: Evaluationsdatensätze sind nicht Teil der Verarbeitung im Rahmen deines Dienstleistungsvertrags und enthalten nie Originaldokumente.
Manuell geprüft und geschwärzt: Bevor ein Datensatz aufbewahrt wird, prüft die Person, die ihn aufbereitet, die Daten manuell, entfernt personenbezogene Daten und schwärzt sie. Die Aufbereitung wird dokumentiert.
Keine Rückführung möglich: Die resultierenden Daten lassen sich weder auf die ursprünglichen Eigentümer:innen des Dokuments noch auf die betroffenen Personen zurückführen, etwa Versicherte oder Patient:innen.